Neues Filialkonzept

der Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld

Die Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld informierte in den vergangenen Tagen ihre Mitgliedervertreter über die anstehenden Veränderungen im Filialnetz der Bank.

Hintergrund ist die fortschreitende Digitalisierung des Bankgeschäftes und die daraus resultierenden Änderungen des Kundenverhaltens. Die klassischen Serviceschalter werden immer weniger frequentiert. Dafür steigt die Nutzung digitaler Angebote stark an. „Auf einen Kundenbesuch an Schaltern unserer Filialen kommen 700 Besuche unserer Online- und Selbstbedienungsangebote“, erklärt Michael Reif, Privatkundenvorstand des Kreditinstitutes.

Die Bank analysierte Ende 2019 zum dritten Mal seit 2012 die Schalter-Frequenzen aller Filialen. Die Ergebnisse bestätigten den bundesweiten Trend, dass die Frequenzen in den vergangenen 8 Jahren zwischen 50 % und 80 % zurückgegangen sind. Auch die Nutzung der Geldautomaten geht im Zuge der zunehmenden bargeldlosen Zahlungsvorgänge weiter zurück.

Die überwiegende Anzahl der Kunden nutzt das Online-Banking für die Erledigung von Überweisungen, Daueraufträgen, Kontostandsabfragen oder ähnlichem. „Bei komplexen Beratungen zu Geldanlage, Altersvorsorge oder Baufinanzierung hingegen ist eine zunehmende Nutzung unserer spezialisierten Berater in den größeren Filialen zu verzeichnen“, erläutert Michael Reif weiter.

Bei den wenig genutzten Standorten wird die Bank deshalb Veränderungen vornehmen und das Filialnetz weiter straffen.

Die Filialen Salz, Saal und Großbardorf werden sogenannte Beratungsfilialen. Vor Ort werden nach vorheriger Terminvereinbarung Beratungen angeboten, der Schalter wird geschlossen. In Salz sowie Saal bleibt der Geldautomat bestehen, in Großbardorf ist die Nutzung derart gering, dass der Geldautomat nicht mehr weiter betrieben werden kann.

Die Filialen Jüchsen und Herschfeld werden reine Selbstbedienungsfilialen, also Standorte mit Geldautomaten, während die Filialen bzw. Selbstbedienungsfilialen Nordheim, Wollbach, Heustreu, Bastheim und Sulzfeld geschlossen werden. Alle anderen Filialen bleiben unverändert bestehen.

Kunden werden jedoch nicht im Regen stehen gelassen. Geschäfte, die bisher am Schalter getätigt wurden, können bequem von zu Hause mit dem Telefon erledigt werden. Die Direktfiliale steht den Kunden von Montag bis Freitag täglich 16 Stunden und am Wochenende 6 Stunden zur Verfügung. Hier können beispielsweise Überweisungen bis 2.500 Euro ganz einfach per Telefon getätigt werden.

„Diese Möglichkeit nutzen unsere älteren Kunden ohne Online-Banking-Zugang bereits heute sehr gerne“, erklärt Mathias Gerstner, Bereichsleiter Privatkundengeschäft. „Weiterhin werden wir an den ehemaligen Standorten der Geldautomaten prüfen, ob wir alternative Auszahlungsmöglichkeiten z. B. bei Einzelhändlern schaffen können“, so Gerstner weiter.

Die Umsetzung des neuen Filialkonzeptes erfolgt zum 1. Dezember 2020.