Ein Tag auf Schloss Montabaur

Sobald ich nach der vierstündigen Anreise mit Zug und Taxi angekommen bin, gehe ich zuerst zur Rezeption, die zum Glück 24 Stunden geöffnet ist, und lasse mir meinen Zimmerschlüssel und die Zugänge fürs Internet geben. Die Mitarbeiter geben den Besuchern immer einen Karte, auf der alle Wege und Häuser, die zur Anlage gehören, aufgezeichnet sind. Dann wird einem auf der Karte das Haus in dem man untergebracht ist, gezeigt und der Seminarraum für den nächsten Tag, sowie der Speiseraum.

Danach bringe ich mein Gepäck auf mein Zimmer und gehe zusammen mit den anderen zum Abendessen und bereite mich anschließend auf die Themen, über die am nächsten Tag gesprochen wird, vor.

Am nächsten Morgen treffe ich mich mit den anderen Studenten aus meinem Kurs zum Frühstücken im Speisesaal. Das Frühstücksbuffet lässt keinerlei Wünsche offen. Es gibt Brötchen, Wurst, Käse, Ei, Joghurt, Früchte und Gemüse in vielen verschiedenen Sorten, frisch gepressten Orangensaft, Kaffee und Tee in alle Variationen und alle zwei Tage gibt es auch Bacon, auf den sich immer alle besonders freuen. Das gemeinsame Frühstücken macht immer sehr viel Spaß, auch wenn noch nicht alle fit sind.

Anschließend gehen wir in unseren Seminarraum zum Unterricht. Wenn der Kurs den Dozenten noch nicht kennt, stellt dieser sich und seinen beruflichen Werdegang kurz vor. Meistens wird dann zuerst über die Themen, die wir vor den Seminaren vorbereiten müssen, gesprochen. Dabei werden offene Fragen geklärt, geprüft wie gut der Kurs sich vorbereitet hat und die Schwerpunkte der Vorbereitung kurz herausgearbeitet. Manchmal gibt es auch einen Test in dem die Vorbereitung jedes Studenten geprüft wird und diese Bewertung zählt zusammen mit der Klausur für die Note in diesem Fach. Die Studenten wissen jedoch vor dem Seminar, ob ein Vorbereitungstest stattfindet.

Es gibt immer mehrere Pausen in denen wir entweder eine Kleinigkeit im Speisesaal essen oder wir holen uns an der Kaffee- und Teestation ein warmes Getränk. Während der Studienpräsenzen arbeiten wir im Unterricht fast ausschließlich mit iPads, die wir für das Studium bereitgestellt bekommen. Durch die iPads hat man das Skript vor sich und kann dieses mithilfe eines Programmes bearbeiten und Informationen und Erklärungen, die durch den Unterricht herausgearbeitet werden, ergänzen. Aufgrund der kurzen Zeit der Präsenzen findet meistens Frontalunterricht statt. Jedoch werden zur Theorie Aufgaben für die Praxis gestellt. Diese werden entweder in Team- oder Einzelarbeit bearbeitet und die Ergebnisse danach ausführlich mit dem Dozenten besprochen.

In jedem Seminarraum gibt es einen Plan, auf dem die Zeiten für die Pausen aufgeführt sind, damit nicht alle gleichzeitig zum Mittagsessen gehen. Dadurch müssen wir fürs Mittagessen nicht lange anstehen. Es gibt mittags drei warme Gerichte, wovon eines vegetarisch ist. Zusätzlich gibt es immer ein Salatbuffet und Suppen sowie Dessertbuffet.

Nach einer Stunde Mittagspause kehren wir dann in den Seminarraum zurück und freuen uns über die sehr beliebten und extrem leckeren „Tagungstiger“, die jeder auf seinem Tisch zusammen mit neuen Getränken vorfindet. Da alle schon etwas müde vom anstrengenden Unterricht am Vormittag sind, werden fast immer nach der Mittagspause Gruppen- oder Einzelaufgaben gemacht statt nur Frontalunterricht durch die Dozenten.

Die Zwischenpausen und vor allem der Kaffee helfen, um noch einmal für die letzten Stunden Kraft zu sammeln um gut mitzuarbeiten, denn während eines Seminartages ist sehr viel in kurzer Zeit zu verstehen, lernen und anzuwenden.

Nach Unterrichtsende gehe ich meistens zusammen mit Freunden erst Abendessen. Hier gibt es immer ein kalt-warmes Buffet.

Um unseren Kopf etwas von den vielen Unterrichtsthemen frei zu bekommen, gehen wir abends in das Business-Spa des Hotels. Dort gibt es die Möglichkeit sich massieren zu lassen, zudem gibt es einen Fitnessraum, ein Schwimmbad mit Ruheraum, in dem tolle Wasserbetten stehen und 3 verschiedene Saunen. Dort genießen wir unsere Abende und erholen uns vom anstrengenden Tag. Wir schöpfen Kraft für den nächsten Tag, an dem wir wieder fit und aufnahmefähig sein müssen, damit jeder so viel wie möglich aus den Präsenzen mitnimmt und sich somit das Nacharbeiten und Vorbereiten auf die Klausuren erleichtert.